Klimawandel Europa & Österreich

Klimawandel · Aktuelle Entwicklungen

+3,1 °C

Erwärmung Österreichs seit 1900 — mehr als doppelt so stark wie der globale Durchschnitt. Der Alpenraum zählt laut Zweitem Österreichischem Sachstandsbericht (AAR2, 2025) zu den am schnellsten erwärmenden Regionen Europas.

Datenstand: August 2026 · Quellen: Copernicus/C3S, WMO, CCCA/APCC, GeoSphere Austria, Statistik Austria, EEA

Erwärmung seit 1900 (Österreich)

+3,1 °C

mehr als doppelt so stark wie der globale Schnitt (AAR2, 2025)

Erwärmung Alpenraum

+2,0 °C

in den letzten 170 Jahren — global rund +1 °C

Hitzetote Juni 2026 (Österreich)

395

neuer Rekord, bisheriger Höchstwert 2019: 335

Fläche mit Überdurchschnittstemperatur 2025

95 %

der europäischen Landfläche (Copernicus ESOTC 2025)

Wirtschaftsschaden Extremwetter 2025 (EU)

43 Mrd. €

kurzfristig · Prognose bis 2029: 126 Mrd. €

Grundwasser-Prognose bis 2050 (Österreich)

−23 %

gegenüber heutigem Stand (Klimastatusbericht 2025)

Temperaturverlauf: historische Aufzeichnungen

Jährliche Abweichung der Jahresmitteltemperatur vom Klimamittel 1991–2020, auf Basis der ERA5-Reanalyse (Copernicus/C3S). Die Werte bilden die reale gemessene Zeitreihe ab — Grundlage für eigene Hochrechnungen.

Jahresmitteltemperatur-Abweichung Österreich, 1940–2025

inkl. linearer 5-Jahres-Hochrechnung 2026–2030 auf Basis des Trends 1996–2025

Gemessen (ERA5) Hochrechnung (linearer Trend)

Quelle: Copernicus Climate Change Service / ERA5, aufbereitet von Our World in Data. Hochrechnung: eigene lineare Regression, kein Klimamodell — nur zur Orientierung.

Temperaturentwicklung im europäischen Vergleich, 1940–2025

Jahresmitteltemperatur-Abweichung ausgewählter Länder aus vier europäischen Regionen

Quelle: Copernicus/C3S ERA5, aufbereitet von Our World in Data. Ein durchgehender Kontinental-Datensatz "Europa" ist bei EEA/Copernicus nur als interaktive Grafik ohne offene Rohdaten verfügbar — daher hier vier Länder aus Mittel-, West-, Ost- und Südosteuropa als Stellvertreter.

Hitzeentwicklung in Österreich

Der Juni 2026 markiert mit 395 hitzebedingten Todesfällen einen neuen Negativrekord — deutlich über dem bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2019.

Hitzebedingte Todesfälle im Juni

Österreich, ausgewählte Jahre · Rekordjahr 2026 hervorgehoben

Quelle: AGES-Übersterblichkeitsauswertung; Statistik Austria (2026)

Gletscherschwund in den Alpen

Im Messjahr 2024/25 zogen sich 94 von 96 durch den Österreichischen Alpenverein beobachteten Gletschern zurück — im Schnitt um mehr als 20 Meter Länge.

Längenverlust ausgewählter Gletscher 2024/25

in Metern gegenüber dem Vorjahr

Quelle: Österreichischer Alpenverein, Gletschermessbericht 2024/25

Europa im Klimastress 2025

Der Copernicus-Jahresbericht "European State of the Climate 2025" zeigt ein Europa, das gleichzeitig unter Hitze, Trockenheit und niedrigen Pegelständen leidet.

Fläche mit überdurchschnittlicher Jahrestemperatur

95 %

Flüsse mit unterdurchschnittlichem Abfluss

70 %

Europas Fläche von Dürre betroffen (Mai 2025)

53 %

Quelle: Copernicus/C3S & WMO, European State of the Climate 2025 (April 2026)

EU-Klimaziele: Lücke zur Realität

Die aktuelle Emissionsprognose der EU verfehlt sowohl das eigene 2030-Ziel als auch den für den 1,5 °C-Pfad nötigen Reduktionspfad deutlich.

Prognostizierte THG-Reduktion bis 2030 vs. Ziele

in Prozent gegenüber dem Referenzjahr

Prognose 2030: 54 % EU-Ziel 2030: 55 % Nötig für 1,5 °C-Pfad: 62–67 %

Quelle: European Environment Agency (EEA), Emissionsprognose 2026

Waldbrände Südeuropa 2025

Klimawandel machte das Wetter hinter den Waldbränden in Spanien und Portugal laut World Weather Attribution rund 40-mal wahrscheinlicher.

Verbrannte Fläche 2025

in Hektar, seit Jahresbeginn

Quelle: World Weather Attribution, Waldbrand-Attributionsstudie Iberische Halbinsel 2025

Teil 2

Vor Ort: Wolfsgraben

Die gleiche Entwicklung, heruntergebrochen auf 48,159° N / 16,121° O — und daneben, was sie bei Strom und Wasser kostet. Diese Sektionen werden automatisch aktualisiert; der Datenstand steht jeweils unter der Grafik.

Temperatur in Wolfsgraben

Tageswerte der ERA5-Reanalyse für die Rasterzelle, in der Wolfsgraben liegt, verdichtet zu Monats- und Jahreswerten.

Monatliche Abweichung vom Klimamittel

Jeder Kachel entspricht ein Monat — rot wärmer, blau kühler als das Mittel 1991–2020

Quelle: Open-Meteo Historical Weather API (ERA5-Reanalyse, Copernicus/ECMWF)

Hitzetage und Tropennächte pro Jahr

Hitzetag: Tagesmaximum ≥ 30 °C · Tropennacht: Tagesminimum ≥ 20 °C

Hitzetage Tropennächte

Quelle: Open-Meteo / ERA5, eigene Auszählung der Tageswerte

Jahresmitteltemperatur 1940–2025 mit Trendfortschreibung

Abweichung vom Mittel 1991–2020

Wolfsgraben (ERA5-Raster, 322 m) Station Wien Mariabrunn (225 m) Trendfortschreibung mit 95-%-Band

Quellen: Open-Meteo / ERA5 · GeoSphere Austria, Station 106 Wien Mariabrunn

Niederschlag

Jahres- und Monatssummen für Wolfsgraben, daneben das Flächenmittel Niederösterreichs aus dem Stationsnetz der GeoSphere Austria.

Laufendes Jahr

Aufsummierter Niederschlag seit Jahresbeginn

Jahresniederschlag

Summe in Millimetern

Wolfsgraben (ERA5-Raster) Niederösterreich (Stationsmittel)

Quellen: Open-Meteo / ERA5 · GeoSphere Austria, Datensatz klima-v2-1m

Verschiebt sich der Niederschlag übers Jahr?

Mittlere Monatssummen in Wolfsgraben

Quelle: Open-Meteo / ERA5, eigene Monatssummen aus den Tageswerten

Strom: Preis und Kostenanteile

Vertragstarif EVN Optima Flex Natur, gekoppelt an den Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI), plus Netzentgelte und Abgaben der Netz Niederösterreich.

Woraus sich eine Kilowattstunde zusammensetzt

Arbeitspreis-Komponenten in ct/kWh

Quellen: EVN Preisblatt B476 · Netz Niederösterreich Preisblatt B410 (Ausgabe 01.01.2026)

Österreichischer Strompreisindex, Monatswerte

Der Index steuert über die Preisanpassungsformel den Energieanteil des Tarifs

ÖSPI Monat ÖSPI Quartal

Quelle: Österreichische Energieagentur, ÖSPI-Monatswerte (Indices 2.0)

Szenarien bis 2029 — keine Prognose

Die Preisanpassungsformel des Vertrags, gerechnet unter vier Annahmen zum ÖSPI

Warum Szenarien und keine Prognose. Die Indexkurve darüber zeigt das Problem: Der ÖSPI stand Anfang 2020 bei rund 50 EUR/MWh, sprang in der Energiekrise 2022 auf über 600 und liegt heute wieder bei gut 100. Im Juli 2026 stieg er gegenüber dem Vorquartal um 34,8 %. Eine durchgezogene Prognoselinie würde bei einer so sprunghaften Größe eine Genauigkeit suggerieren, die es über zwei bis drei Jahre nicht gibt. Die Linien unten zeigen stattdessen den Korridor, den die Vertragsformel unter verschiedenen Indexannahmen erzeugt — die Spanne ist die Aussage, nicht die einzelne Linie.

Rechnung: VP neu = (VP alt − NA) × (ÖSPI neu / ÖSPI alt) + NA, NA = 0,4 ct/kWh (EVN Preisblatt B476)

Wasser: Preisentwicklung Österreich

Wassergebühren sind in Österreich gemeindeweise geregelt und nicht zentral abrufbar. Bis Wolfsgrabener Werte vorliegen, zeigt diese Sektion die österreichweite Preisentwicklung als Index sowie die Bandbreite der Haushaltskosten.

Preisindex Wasser und Abwasser gegenüber der allgemeinen Teuerung

Jahresmittel, Index 2015 = 100

Wasserversorgung Abwasserentsorgung Gesamtindex (alle Waren und Dienstleistungen)

Quelle: Eurostat, Harmonisierter Verbraucherpreisindex Österreich (COICOP CP0441, CP0443, CP00)

Klima und Kosten zusammengelegt

Heizgradtage messen, wie viel Wärme ein Winter braucht. Sinken sie, sinkt der Heizbedarf — die entscheidende Frage ist, ob das den Preisanstieg auffängt.

Heizgradtage und Kühlgradtage in Wolfsgraben

Heizgradtage 20/12 · Kühlgradtage über 18 °C · beide aus den ERA5-Tagesmitteln

Heizgradtage, indexiert Kühlgradtage, indexiert

Quelle: Open-Meteo / ERA5, eigene Berechnung